Archiv

Das Institut besitzt ein nach professionellen Standards geführtes Archiv. Im Vordergrund steht die Dokumentation der Berner und Schweizer Medizin, doch wird von Fall zu Fall auch darüber hinausgehendes Material angenommen. Der Bestand ist über die Jahrzehnte hinweg vor allem durch Schenkungen und in seltenen Fällen durch Ankäufe gewachsen. Das Inventar des ganzen Archivbestandes wird zur Zeit in eine Datenbank überführt und soll mittelfristig online abfragbar sein.

Es wird unterschieden zwischen Manuskripten, Nachlässen und weiteren Archivbeständen.

Die Manuskriptsammlung umfasst rund 1'000 Handschriften, die in den Gruppen A) Gebundene Manuskripte, B), Lose Manuskripte im Normalformat und C) Lose Manuskripte im Folioformat aufbewahrt werden. Stark vertreten sind insbesondere Vorlesungsnachschriften aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert, Rezeptsammlungen aus dem 17.-19. Jahrhundert, sowie Krankengeschichten und wissenschaftliche Manuskripte aus dem 19. und 20. Jahrhundert.

Die zweite Abteilung umfasst gut 80 Nachlässe von namhaften Medizinern und Naturwissenschaftern. Zu nennen sind etwa:

  • Hans Hermann Bluntschli (1877-1962)
  • Hermann Askan Demme (1802-1867)
  • Paul Dubois (1848-1918)
  • Jakob Eugster (1891-1974)
  • Hans Goldmann (1937-1981)
  • Erich Hintzsche (1900-1975)
  • Edwin Klebs (1834-1913)
  • Theodor Kocher (1841-1917)
  • Walter Morgenthaler (1882-1965)
  • Hermann Sahli (1856-1933)
  • Hans Strasser (1852-1927)
  • Alexander Tschirch (1856-1939)
  • Margarethe Wettstein-Doepfner (1898-1999)

Sie sind in der von der Schweizerischen Nationalbibliothek geführten Datenbank «HelveticArchives» (ehemals: «Repertorium der handschriftlichen Nachlässe») verzeichnet.

Hervorzuheben ist der 2013 übernommene Nachlass des LSD-Entdeckers Albert Hofmann (1906-2008) im Umfang von rund 20 Laufmetern (vgl. Forschungsprojekt "Vom Mutterkorn zum LSD").

Zu den weiteren Archivbeständen zählen Sammlungen von Krankenakten, das Planarchiv der Medizintechnik-Firma Schaerer AG, Archive einzelner wissenschaftlicher medizinischer Gesellschaften, eine Porträtsammlung (ca. 200 Gemälde und Zeichnungen) und eine Fotosammlung, zu der u.a. die in Jahrzehnten aufgenommenen Porträtfotos von Ärzten des Arztes und Fotografen Peter Friedli (1925-2012) gehören. Längere Zeit fungierte das Institut auch als Teilarchiv der Medizinischen Fakultät, heute werden die Verwaltungsakten ans Staatsarchiv abgeliefert.

Eine Besonderheit ist das Archiv Hermann Rorschach, benannt nach dem Psychiater und Schöpfer des bekannten psychodiagnostischen Tests. Dieses gehört der Universitätsbibliothek und wird auch von ihr betreut, ist aber seit 2012 im Institut für Medizingeschichte beheimatet.

Archivzugang

Das Archiv ist am Montag und am Mittwochmorgen bedient.
Schriftliche Anfragen können an die untenstehende Kontaktadresse gestellt werden.
Für Recherchen vor Ort und Einsicht in vorbestellte Achivalien ist eine Terminabsprache notwendig (s. untenstehende Kontaktadresse).

Die Benutzungsordnung des Archivs sowie das Formular für Einsichtsgesuche finden Sie untenstehend.

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