Haller und die Gelehrtenrepublik

Albrecht von Haller und die Gelehrtenrepublik der Aufklärung

Forschungsprojekt, finanziert vom Schweizerischen Nationalfonds, 1991-1994, 1994-1997, 1997-2000, 2000-2003

Dieses Forschungsprojekt hatte zum Ziel, 1. Hallers gesamte Korrespondenz zu verzeichnen, 2. eine Bibliographie der Primär- und Sekundärliteratur zu erstellen, 3. den gesamten Nachlass detailliert zu inventarisieren und 4. sein Leben chronologisch zu dokumentieren. Im Laufe des Projekts drängte sich der Aufbau einer umfassenden Datenbank und die Fokussierung auf die ersten beiden Ziele und insbesondere den umfangreichen Briefwechsel auf. Dank dieser Konzentrierung konnte die Korrespondenz genauer als ursprünglich gehofft formal und inhaltlich im Repertorium zu Albrecht von Hallers Korrespondenz verzeichnet werden. Die Bibliographia Halleriana dokumentierte erstmals und umfassend die Literatur von und über Haller, wenn auch die Erfassung seiner rund 9000 in den Göttingischen Gelehrten Anzeigen veröffentlichten Buchrezensionen weiterhin ein Desiderat bleibt. Die breit angelegte Datenbank ermöglichte es, Hallers Briefwechsel nicht nur beschreibend zu erfassen, sondern auch die Grundstruktur des grossen Netzes und die sich darin abspielenden verschiedenen Formen von Kommunikationsprozessen zu untersuchen. Dieser Fragestellung widmet sich der letzte von der Berner Projekt-Gruppe herausgegebene Band (Hallers Netz. Ein europäischer Gelehrtenbriefwechsel zur Zeit der Aufklärung, hrsg. von Martin Stuber, Stefan Hächler und Luc Lienhard. Basel 2005).

Aus dem Haller-Projekt sind weitere Forschungsvorhaben hervorgegangen. Details dazu (inkl. Publikationsliste) finden sich auf der Haller-Webseite: www.albrecht-von-haller.ch

Zukünftige Forschungen

Alle diese Projekte stützen sich wesentlich auf die Berner Haller-Datenbank. Sie ist neben den veröffentlichten Büchern das Hauptresultat der jahrelangen Forschungen und bildet die Basis für alle kommenden Arbeiten (einen Überblick über die wichtigsten Desiderata in der Haller-Forschung gibt die Bibliographia Halleriana, S. 15-17). Nebst den Daten und Inhalten der Briefe verzeichnet sie Tausende Personen mit biographischen Daten, Hunderte Gelehrte Gesellschaften und Institutionen, Hallers Bibliothek (24'000 Titel), Hunderte Periodika des 18. Jahrhunderts, die Haller-Bibliographie (4'500 Titel) sowie über Haller hinausgehende Forschungsliteratur. Ein spezieller Botanik-Teil der Datenbank erschliesst zudem Hallers Namen von 2'000 Pflanzenarten mit den von ihm erwähnten Fundorten in der Schweiz (2’000 Lokalitäten).

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